Dorschangeln in den Schären
[Werbung wg. Verlinkung] Im Oktober 2018 verbrachten Arne und ich eine Woche Angelurlaub in den Schären zwischen Karlshamn und Karlskrona. Unser Zielfisch Nr.1 war der Hecht, weshalb das Dorschangeln in den Schären nicht wirklich hoch im Kurs stand. Aber was spricht schon gegen etwas Abwechslung?! Deshalb hatten wir uns für den letzten Abend eine Tour auf Dorsch vorgenommen. Was wir dann erlebten war wirklich einsame Spitze! Dorschangeln in den Schären

Wo sind die Dorsche in den Schären?
Generell wussten wir theoretisch sofort wo die Dorsche zu finden sind. Nur ein Blick auf die Gewässerkarte genügte, denn unweit von unserer Unterkunft wurden zwei Hotspot angepriesen. Die Karte hatten wir von unserem Vermieter erhalten. Deshalb waren wir erst mal etwas skeptisch, da diese Plätze sicher als erstes von allen Urlaubern und diversen „Goldzahnkormoranen“ angefahren werden. Dorschangeln in den Schären

Da die Temperaturen noch nicht gerade herbstlich waren, erwarteten wir die Dorsche noch in Tiefen zwischen 15 und 20 Metern. Diese Theorie deckte sich mit den Tiefen, die mit den blauen Kreisen markiert waren. Ob die Dorsche zu jeder Jahreszeit in diesen Tiefen stehen, weiß ich leider nicht. Jedenfalls entscheiden wir uns erst mal diese Bereiche abzufischen. Es muss ja nicht immer eine Wissenschaft aus der Platzwahl gemacht werden. Dorschangeln in den Schären
Auf zu den Dorschen
Ich entschied mich für einen ersten Stop am oberen Kreis östlich der kleinen Insel. Hier hielten wir an einer Kante, die steil von 15 auf 8 Meter anstieg. Als Köder wählte ich einen MB Stint in Orange-Gelb, während Arne einen ziemlich grünen MB Stint wählte. Ich bin mir nicht mehr sicher, aber es müssten die 12,5 cm Varianten gewesen sein.
Die ersten Driften über dieser Tiefe verliefen leider erfolglos. Dorschangeln in den Schären
Da ich das Dorschangeln bereits aus Neustadt in Holstein kenne, weiß ich, dass es sich meistens nicht lohnt auf Gedeih und Verderb einen Spot lange zu beangeln, wenn die Bisse nicht zeitnah erfolgen. Also auf in etwas tiefere Gewässer.
Rums
Für den zweiten Sport fuhr ich nur etwas weiter ins tiefere Wasser. Hier fand ich eine Stelle, die von 20 m auf 17 m anstieg – auf der Karte sag es aus wie eine kleine Zunge, da das Wasser nur kurz 17 m tief war und schnell wieder auf 20 m abfiel. Hier sausten unsere Köder nun ein zweites Mal Richtung Grund. Es dauerte nicht lange und es „tockte“ in der Rute.
„Fish On“ und der erste Dorsch hin bei mir. Bei Arne dauerte es nur weitere ca. 10 Sekunden und bei ihm hing auch einer. Erster Fischkontakt und sofort nen Doppeldrill. Was will man mehr? Dorschangeln in den Schären

Die Taktik
Wie schon beschrieben, fische ich einen Orange-Gelben MB Stint. Diesen hatte ich an einen 28g Jigkopf montiert. Den wiederum einfach an die geflochtene Hauptschnur. Einfacher geht es wohl kaum.
Arne fischte die gleiche Montage mit dem Unterschied, dass er zwischendurch von einem grünen MB Stint auf einen neo-gelben wechselte. Tatsächlich kamen auf den grünen Stint weniger Bisse. Die Bissausbeute im Vergleich zwischen Orange-Gelb und Neon-Geld waren jedoch ausgeglichen. Dorschangeln in den Schären
Wir warfen die Montagen immer in Richtung unserer Drift aus. Also so, dass wir immer Köderkontakt halten konnten, und die Strömung nicht in die Schnur greifen konnte. Sobald der Köder auf den Grund auftraf wendeten wir einfach stumpf die „Faulenzer-Technik“ an. Dorschangeln in den Schären
Diese Taktik bescherte und nach nur 1,5 Angelstunden ca 15 schöne Dorsche.
Fazit
Das Dorschangeln in den Schären zwischen Karlshamn und Karlskrona lohnt sich definitiv. Außerdem steht es für mich eine willkommene Abwechslung dar, wenn die Hechte gerade nicht laufen. Das Beste ist jedoch, dass die Bissfrequenz deutlich höher ist und dadurch eine kurzweilige Angellei vorprogrammiert ist. Nebenbei spricht sogar noch ein leckeres Dorschfilet fürs Abendessen heraus. Dorschangeln in den Schären
Ihr wollt auch Dorsche in Deutschland fangen? Hier gehts es zum Bericht Dorschangeln in der Neustädter-Bucht.