[Werbung] Auf ein neues! Hechtangeln im Sorpesee – die Zweite – dachten wir uns im Mai 2016. Nachdem der letzte Ausflug im Herbst 2015 nicht sonderlich erfolgreich verlief, wollten wir dem Sorpesee noch eine zweite Chance geben. Nicht zuletzt wegen des tollen Services vor Ort. Es war einfach ein tolles Wochenende.
Ankunft
25 Grad, blauer Himmel und eine leichte Briese streichelten den Sorpesee an diesem Tag. Wir waren voller Vorfreunde, da wir das Hechtangeln zu dieser Jahreszeit aus Schweden kannten und dort die Hechte, bedingt durch das Laichgeschäft, fach stehen. Hoffentlich auch im Sorpesee! Auf das Angeln in 15 m Tiefe hatten wir eher weniger Lust. Einkaufen, einrichten und ab in den Angelladen. Im Angelladen De Koning lassen wir uns beraten und erfahren, dass die Hechte in einer Tiefe von 1 bis 4 Meter zu erwarten sind. Das war schon mal eine gute Nachricht! Außerdem wollten wir es auch auf Felchen versuchen, da diese Fischart von keinem von uns bisher gefangen wurde. Dafür wanderten je eine Hegene in das Einkaufskörbchen.
Sicherheit
ACHTUNG! Die Sicherheit bei Boot fahren ist extrem wichtig.
Bitte tragt beim Kayakfahren immer eine *Schwimmeste. Diese kann im Ernstfall euer Leben retten. Auch wenn die meisten Angelkayaks extrem kippstabiel sind, kommt es immer wieder zu Unfällen.
Neben einer Schwimmweste kann ich nur dazu raten, immer einen *Anker mit *Ankerleine, eine *Taschenlampe (<-mit SOS Funktion) und eine *Signalpfeife dabie zu haben.
Hechtangeln im Sorpesee
Der erste Tag war ein Samstag und es ging im Morgengrauen auf den Sorpesee hinaus. Das Boot war top ausgerüstet. Wir hatten einen E-Motor mit zwei Batterien für ermüdungsfreies Fahren an Bord und dazu alles was man zum Angeln braucht. Unter Anderem auch ein gutes Lowrance Hook 5 mit dem wir später die Felchenschwärme ausfindig machen wollten.
Zielfisch Nr. 1 war nach wie vor der Hecht. Auf Platz 2 das Felchen. Wir begannen damit zu schleppen was der E-Motor hergab. Bis zum Mittag passierte nichts. Dann, als wir eigentlich schon auf dem Weg zur Mittagspause waren, spürte ich endlich einen heftigen Ruck in meiner Rute, die ich aus Sicherheitsgründen in der Hand hielt.
Strike!
Es war zwischen 12 und 13 Uhr… „Von wegen Mittagsloch?!“ Ich schleppte schon den ganzen Vormittag einen 20 cm Line Thru Trout im Bachforellen Dekor hinter dem Boot her und hoffte auf einen guten Hecht. Der Drill begann und nach einigen Fluchten zappelte ein schöner 75er Hecht im Kescher! Wir waren alle froh den Bann endlich gebrochen zu haben.

Nach diesem Fisch war an Mittagspause natürlich nicht mehr zu denken! Alle Ruten scharf gemacht und weitergeschleppt. Das Wetter war an diesem Tag leider nicht mehr so gut. Sonne und Regen wechselten sich ab, was den Hechten aber nicht den Appetit verderben zu schien. Unglaublich aber nach weiteren 45 Minuten ruckte es ein weiteres Mal in meiner Rute! Ich hatte immer noch die gute „Braune“ montiert, die den Hechten wohl wirklich zu schmecken schien.
Mein neuer Gegner machte sich jedenfalls zu Anfang richtig schwer, was mich denken lies, dass ich evtl. eine dicke Mutti am Band hatte. Die Spannung war groß und die Überraschung war größer, als sich plötzlich ein nur 60 cm langer Hecht im Kescher wiederfand.

Mit diesen beiden Hechten ging der Tag vorüber. Am Nachmittag und Abend ging leider nichts mehr. Dafür konnten wird den Abend bei einem Bier und dem ersten Fussballländerspiel von Deutschland während der EM2016 ausklingen lassen.
Tag 2 und das Felchen
An diesem Tag stand der Hecht natürlich auch im Fokus, jedoch war unsere Ausdauer, was das Schleppen anging, nicht mehr überragend. Dadurch machten wir hin und wieder Pausen und versuchen Felchen-Schwärme zu finden, um endlich mal einen dieser silbernen Fische an den Haken zu bekommen.
Ich hatte extra für die Angelei mit der Hegene meine schwabbeligste Rute aus dem Keller geholt – eine 2,10 m lange Tremarella-Rute. Die ersten Felchen-Schwärme waren schnell gefunden und die Montagen auf Tauchstation. Sehr hilfreich, um die Montage in der richtigen Gewässertiefe zu halten, ist ein hochauflösendes Echolot. Die sinkende Montage wird vom Echo erkannt und auf dem Bildschirm als schmaler Streifen visualisiert. Hat die Montage die gewünschte Tiefe erreicht, wird der Bügel umgeklappt und der Sinkvorgang beendet.

Um die Felchen für den Köder zu begeistern versucht man eine aufsteigende Larve zu imitieren. Dazu hebt man die Montage sehr langsam an und senkt sie in ähnlichem Tempo wieder ab. Die Bisse kommen während beider Vorgänge. Die Taktik ging auf und wir konnten nahezu an jedem angesteuerten Schwarm, Felchen fangen. Riesen waren es keine, weshalb wir auf Beweisbilder verzichteten. Gegen Mittag, also zu einer ähnlichen Zeit wie am Vortag, bekam ich wieder einen Biss auf meine Line Thru Trout. Leider blieb der Fisch nicht hängen und der dritte Drill blieb uns leider erspart.

Das war’s dann auch und der Tag ging zu Ende.
Fazit
Das Wochenende war wieder klasse! Wer ein kurzweiliges Wochenende mit tollem Service und anspruchsvollem Gewässer sucht, macht hier definitiv nichts falsch. Dafür ist das Petri-Heil-Angebot perfekt! Die Häuser sind super ausgestattet und lassen keine Wünsche offen. Ebenso wie das Restaurant.
Das Angebot könnt Ihr im Juni, September und Oktober nutzen und ist absolut zu empfehlen. Hechtangeln im Sorpesee ist definitiv zu empfehlen.
Köderschlacht-Note:
Natur: 2*
Schwierigkeit: 4*
Lage: 5*
Fischgröße: 3*
Fänge
2 Hechte
x Renken (Felchen)
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