Hallo liebe Forellenteich-Freunde. Das schreibe ich so, weil wohl 99% von euch den Trout Worm am Forellenteich fischen. Hier und da sieht man noch Angler, die diesen Köder erfolgreich auf Barsch einsetzen, jedoch ist der Haupteinsatzbereich wohl der Forellenteich.
Obwohl der Trout Worm nicht erst im 2021 seinen Weg in die Forellenteiche gefunden hat, ereilen mich doch immer wieder Fragen wie: „Wie führt man den Trout Worm richtig?“ Das kann man tatsächlich nicht in einem Satz beantworten, da es auch bei dieser Angler verschiedene Techniken gibt. Welche das unter Anderen sind, möchte ich euch hier beschreiben.
Welches Equipment braucht ihr?
In diesem Absatz möchte ich euch kurz erläutern welche Kleinteile ihr für eine erfolgreiche Trout Worm Angellei benötigt. Wichtig vor ab ist, dass ihr wissen müsst, dass das Angeln mit dem sehr weichen Trout Worm eine äußerst sensible Angelmethode darstellt auf die euer Equipe ausgelegt sein muss. Ist dies nicht gewährleistet, werde ihr mehr Frust als Spaß mit diesem Köder haben.
Vorfachmaterial für das Angeln mit dem Trout Worm
Damit ihr die optimale Aktion aus euren Trout Worm herausputzen könnt, müsst ihr entsprechend fein fischen. Daher empfehle ich euch definier eine dünne Monofile Hauptschnur von 0,14 mm bis 0,16 mm Durchmesser. Das hört sich für viele von euch sehr Dünn an, sollte jedoch bei einer gute eingestellten Bremse nicht zu Fischverlust führen.
Für den Fall, dass ihre eine geflohene Hauptschnur auf eurer Rute habt, empfhele ich euch, dass ich minimum einen Meter Monofile Leine vor den Köder schaltet, da sich der Trout Worm so besser bewegen kann. Der Trout Worm kann so an einer Monofile Schnur besser bewegen, da sie weicher ist.
Empfehlung: 0,14 mm bis 0,16 mm (Durchmesser) monofile Schnur
Der richtig Haken für den Trout Worm
Hier gilt tatsächlich die Devise „grobschlächtiger ist besser als fein“. Robert und ich haben viel getestet und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Haken beim Angeln mit Trout Worm gerne etwas größer sein darf. Daher empfehlen wir die folgenden Größen für die folgenden Trout Worm Größen:
- 50 mm Trout Worm: Größe 4 Nymphenhaken
- 65 mm Trout Worm: Größe 4 Nymphenhaken
Nutzt ihr diese Größen werde ihr definitiv einige Forellen mehr fangen, als mit kleineren Haken.
Im folgenden Video erklärt euch Robert wie ihr die euch eure eigenen haken mit Tungstenperlen kleben könnt. Das nötige Equipment bekommt ihr in den meisten Online Shops.
1000 und 1 Trout Worm
Trout Worms gibt es mittlerweile in unendlich verschiedenen Farben und Formen. Um hier etwas Licht ins Dunkel zu bringen, möchte ich euch meine Lieblings-Trout-Worm vorstellen. In den letzten zwei Jahren haben sich zwei Farben und eine Größe herauskristallisiert, die mit Abstand die meisten Fische gefangen haben.

Am liebsten nutze ich Feinripp Trout Worms der Firma Pro Baits, die von Paladin vertrieben werden. In der Produktpalette von Paladin finden sich die Farben Pink und Schwarz-Gold in 50 mm Länge. Bei etlichen Besuchen am Forellenteich haben diese Modelle die meisten Fische gefangen, wie das folgende Foto zeigt.

Die 50 mm Variante ist für mich definitiv die erste Wahl, da auch Portion-Forellen keine Probleme haben diese Größe beim ersten Versuch zu inhalieren. Größere Trout Worms kommen bei mir nur zum Einsatz, wenn ich Wirkich selektiv auf große Forellen fischen möchte.
Führungsmethoden für den Trout Worm
„Wie führt man den Trout Worm richtig“ In diesem Kapitel möchte ich euch meine Lieblingsmethoden für das Angeln mit dem Trout Worm vorstellen.
Einleiern
„Einleiern“ hört sich langweilig an, ist es auch! Bei diese Methode werft ihr den Trout Worm an die gewünschte Stelle im Gewässer und lasst ihn absinken. Die Absinkphase richtet sich hier natürlich nach der Tiefe in der die Forellen an eurem Angeltag stehen.
Anschließend kurbelt ihr den Trout Worm einfach ein. Da der Trout Worm wirklich sehr weich ist, führen selbst kleine Unterschiede in der Einholgeschwindigkeit oder kleinste Bewegungen in der Rute dazu, dass sich euer Worm Unterwasser bewegt. Das bedeutet er wird immer wieder leicht zittern. Auch das führt zum ein oder anderen Biss. Daher ist diese Methode nicht zu vernachlässigen.
Die einzige Variation, die ihr bei dieser Methode anwenden könnt, ist das unterschiedlich schnelle Einholen.
Zittern
Das „Zittern“ ist meine absolute Lieblingsmethode. Diese erinnert sehr stark an des Tremarella-Angeln, da ihr eigentlich genau die gleiche Bewegung nachahmt.
Ihr befördert den Trout Worm in die gewünschte Tiefe und leiert ihn anschließend zittert ein. Dabei könnt ihr eure Einholgeschwindigkeit gerne variieren, was dazu für, dass ihr verschiedene Tiefen befischen könnt. Zudem lässt diese Methode es zu den Trout Worm wirklich langsam zu führen und trotzdem ordentlich Bewegung ins Wasser zu bringen. Genau hier liegt die wahre Stärke des Trout Worms. Da wo Spoons versagen, können sie immer noch Bewegung ins Wasser bringen.
Jiggen
Nein wir sind nicht beim Zanderangeln! Trotzdem können wir den Trout Worm jiggen. Um das möglichst effektiv zu machen, lassen wir ihn nach dem Einwurf auf den Grund sinken. Ihr könnt ihn sicher auch durch das Mittelwasser jiggen, allerdings würde ich für diesen Wasser Bereich eher das Zittern oder Einliefern empfehlen.
Das Jiggen entfaltet seine Stärken beim tiefen Angeln am Forelle, da ihr wie beim Zanderangeln auf einen Biss in der Absinkphase setzt. Diese Methode empfehle ich euch für Jahreszeiten in denen die Forellen eher Tief stehen.
Fazit
Ich hoffe, dass ich euch mit den drei Methoden („Wie führt man den Trout Worm richtig“) den Weg zum erfolgreichen Angeln mit Trout Worm ebnen konnte. Der Anfang ist nicht leicht und ihr müsst erst Gefühl für diesen Köder bekommen. Wenn der Knoten jedoch erst geplatzt ist wird es an manchen Tagen regelrecht Knalle. Ihr könnt euch auf Massenfänge einstellen! 😉
Das Angeln mit dem Trout Worm zählt heute zu meinen Liebslingstechniken!
